Archiv für November 2012

Review: Masters of the Universe – das Film-Magazin

Sonntag, 25. November 2012

Nicht nur die Vintage-Line feiert dieses Jahr einen großen Geburtstag. Auch die ‚Masters of the Universe-Realverfilmung‘ jährt sich 2012 bereits zum 25ten-mal. Aufgrund des umwerfenden Erfolgs der Spielzeuge, lieferte Hollywood fünf Jahre nach Beginn der Toy-Serie einen Realfilm ab. Kinostart in Deutschland war der 17.12.1987. Drei Tage später (am 20.12.1987) ließ es sich He-Man alias Dolph Lundgren nicht nehmen, den Film persönlich in Deutschland zu promoten. Der Hüne aus Schweden war nämlich an diesem Abend zu Gast bei Thomas Gottschalk in der 43. Ausgabe von ‚Wetten, dass‘ – damals aus Ludwigshafen. Ich kann mich noch einigermaßen gut daran erinneren. Und natürlich wollte ich als Kind den Film dann auch unbedingt sehen. Allerdings wurde aufgrund beamtenstrenger Eltern nichts daraus.

Passend zu dem Streifen erschien Anfang 1988 eine bebilderte Nacherzählung der Handlung in Form eines Film-Magazins aus dem Hause Bastei / Lübbe. Dabei handelt es sich um die deutsche Übersetzung der englischen bzw. amerikanischen Original-Ausgabe aus dem Starlog Verlag.

Masters of the Universe - Das Film-Magazin

Wenn man das Heft parallel zum Film (deutsche Synchro) liest, so entdeckt man zahlreiche Ungereimtheiten. Am auffälligsten ist hier zunächst, dass das Magazin eine Handlung beschreibt, welche nicht dem final cut des Fims entspricht.
So kämpft laut Magazin She-Ra, He-Mans Schwester zu Beginn im Thronsaal gegen Skeletors Garden, während sich He-Man draußen auf dem Schlachtfeld befindet. She-Ra ist aber nicht Bestandteil des Films! Oder: Im Magazin liefert sich Julie eine ausgiebige Verfolgungsjagd mit Skeletors Horde (Karg, Blade, Beast Man und Saurod). Zunächst flüchtet sie sich von der Turnhalle in die Bibliothek der High School. Dort entkommt sie dann nach einem Kampf den Fängen Saurods, indem zahlreiche Bücherregale wie Dominosteine fallen und den Echsenmann unter sich begraben. Es geht weiter in den Chemiesaal, in den Wald und erst dann auf den Schrottplatz. Im Film sieht man jedoch, wie Julie aus der Turnhalle direkt zum Schrottplatz flüchtet.
Manche beschriebenen Szenen kommen demgegenüber im Film überhaupt nicht vor. Das Magazin erzählt sogar von einer Konfrontation mit den Schlangenmenschen. Dazu opfert Blade auf Geheiß Skeletors dem (namenlosen) Schlangengott Kargs Seele, um so die Schlangenmenschen zu erwecken. Und so geht das munter weiter. Die möglichen Beispiele sind zahlreich. Selbst das Ende ist ein völlig anderes als das des Films.

Wieso ist das so? Die sinnvollste Erklärung ist wahrscheinlich, dass die Originalausgabe des Magazins einfach ein früheres bzw. deutlich komplexeres Drehbuch zur Vorlage hatte. Die deutsche Ausgabe wurde dann lediglich übersetzt aber dem tatsächlichen Kinofilm nicht angepasst. Nur so scheint auch erklärbar zu sein, wieso wörtliche Reden im Magazin nicht immer denen im Film entsprechen. Ebenso sind Charakternamen und der sog. ‚Technobabbel‘ unterschiedlich: Robert Duncan McNeills Charakter heißt Kevin Corrigan, gemäß Film-Magazin aber Kevin Pagliaro. Und vom kosmischen Schlüssel gehen keine ‚gravionische Wellen‘ (Film; deutsche Synchro) sondern ‚gravitonische Wellen‘ (Magazin) aus.
Für MotU-Fans sehr ärgerlich und lästig ist die persistierend falsche Schreibweise von Castle ‚Greyskull‘. Ebenso nerven die teilweise völlig falschen Bildkommentare zu dem eigentlichen Bildinhalt.

Zusätzlich zu all diesen Schwächen und Irriatationen ist auch die sprachliche Nacherzählung der Story kein großer Wurf. Der Schreibstil entspricht dem Aufsatzniveau eines 7. Klässlers und bietet kein ausgeprägtes Lesevergnügen. Erzählerisch schwach bis langweilig bleibt das ‚Werk‘ bereits ab der ersten Seite literarisch auf der Strecke.
Aber das scheint auch so beabsichtigt zu sein. Denn das große Plus des Magazins sind die vielen und teilweise sehr guten Bilder. Dabei gibt’s nicht nur Aufnahmen aus dem Film selbst, sondern auch Portraitfotos der Schaupieler in ihren Kostümen, Konzeptzeichnung von Bill Stout und sogar zwei doppelseitge Poster.
Wünschenswert wäre an der Stelle ein Blick hinter die Kulissen gewesen. Ebenso hätten Biographien der Hauptdarsteller und auch Interviews dem Magazin sicherlich gut getan.
Was positiv bleibt ist der visuelle Eindruck. Die vielen Aufnahmen vermitteln nochmals einen deutlicheren Bezug zu dem Streifen. Und den hat er auch bitter nötig, da er auch bei He-Fans nicht wirklich hoch im Kurs steht. Ein Flop bleibt eben ein Flop, auch wenn er 25 Jahre später vielleicht schon etwas Kultiges an sich hat.

Gelungen:

+ Hochglanz-Magazin

+ Über 40 Seiten

+ Viele, viele Bilder

+ Konzeptzeichnungen aus dem Skizzenbuch von Bill Stout (hätten ruhig mehr sein können)

+ Zwei doppelseitige Poster

Schräg:

– Bildbeschreibungen sind dämlich und passen nicht immer zum abgebildeten Foto

– Inhaltlich falsch und verwirrend: Das Magzain gibt Szenen bzw.  eine (erweitere) Handlung wieder, die im Film so nicht erzählt wird (möglicherweise ein früheres Drehbuch)

– Dazu gehört auch: Wörtliche Reden und Charakternamen weichen teilweise ab; das Technogebabbel ist unterschiedlich

– Rechtschreibung von Eigennamen teilweise falsch

– Stilistsich langweilig bzw. literarisch schwach

Schade:

– Keine Biographien der Hauptdarsteller

– Keine Interviews

– Kein Blick hinter die Kulissen

 

Ein Sora-Case für ein Ten-Pack

Dienstag, 13. November 2012

Etwas länger hat’s gedauert bis ich meinem Commemorative Ten-Pack ein gescheites Zuhause spendieren konnte. Heute war’s endlich soweit: Eine Maßhaube (Breite 29 cm / Tiefe 28 cm / Höhe 50 cm) aus dem Hause Sora. Nicht ganz billig ist der Spaß ja schon, aber das ‚Legends of Eternia‘-Pack ist ja auch schon etwas Besonderes.

 


Satz mit x, war wohl nix!

Dienstag, 13. November 2012

Im Frühjahr 2012 habe ich versuchsweise Figuren mit H2O2 geblichen. Nach der anfänglichen Euphorie, hat sich nun doch die Ernüchterung breit gemacht. Nach ca. acht Monaten Lagerung im Dunkeln (in der Bastelkiste), fiel mir Prince Gilb zufällig wieder in die Hände. Zu meiner großen Überraschung ist er verfärbter denn je! War er zu Beginn nur um die Brust herum vergilbt, so ist nun der ganze Oberkörper gelb geworden. Vorläufig gilt also: Experiment gescheitert?!