Archiv für September 2011

Verbogene Waffen bzw. Zubehör richten

Sonntag, 25. September 2011

Die Anleitung auf he-man.us zum Anlass nehmend, habe ich mich heute selbst einmal daran gewagt, das ein oder andere verbogene Zubehör zu begradigen. Das Ergebnis ist zufriedenstellend und ziemlich einfach zu erreichen.

1. Wasser im Topf zum Kochen bringen.

2. Waffe mit einem Spaghetti-Greifer ins Wasser tauchen. Die Waffe im Greifer lassen! Nicht auf den Topfboden geraten lassen, sonst schmilzt das schöne Stück.

3. Nach einer halben bis anderthalben Minute wieder aus dem Wasser nehmen. Das Objekt ist nun heiß und etwas ‚wabbelig‘. In diesem Zustand nun von Hand begradigen und auskühlen lassen. Fertig!

Anmerkung:

Auf he-man.us ist die Rede davon, dass die Waffen sich von selbst in ihre Ursprungsposition zurückbiegen. Ich konnte derlei nicht beobachten und musste selbst Hand anlegen.

Review: Clamshell Cases von zoloworld.com

Montag, 19. September 2011

Nachdem ich heute Vormittag erfolgreich mein Paket beim Zoll ausgelöst habe, kann ich nun auch von den Clamshell Cases von zoloworld.com berichten. Wieder als Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen.

Vorteile:

+ Passend für alle Standard-Figuren und die ‚kleineren‘ Figuren (Orko, Teela usw.).

+ Auch ‚dickere‘ Figuren finden Platz (z.B. Rio Blast, Extendar, Mosquitor).

+ Kommen mit Tütchen für die Beine bzw. für die Waffen.

+ Besitzen Aussparungen für jeweils ein Mini-Comic.

+ Cases können mit individuellem Hintergrund versehen werden.

+ Figur wird im Case nahezu fixiert.

+ günstig (ca. € 4 – € 5 inkl. Porto, MwSt.-Nacherhebung und Zollgebühren).

Nachteile:

– Öffnen der Cases erfordert etwas Kraft und Übung (Aufpassen, dass man nichts kaputt macht).

– Nicht für alle Figuren ideal (z.B. beim DB Skeletor oder Leech wird der Platz schon sehr eng; Snout Spout, Mantenna, Two Bad passen nicht rein).

Persönliches Fazit:

Gemessen an den Vorteilen, sind die Cases von Zoloworld die erste Wahl gegenüber den Cases von Vintage Toys. Selbst mit Porto, deutscher Mehrwertsteuer und den Zollgebühren sind die Cases immer noch recht günstig – vorausgesetzt, man bestellt ein gewisse Menge. Bis € 22,00 Zollwert sind keine Mehrwertsteuern und auch keine Zollgebühren fällig. Ab € 22,01 bis € 149,99 Zollwert sind auf jeden Fall Steuern zu entrichten. Und ab € 150 schlägt dann auch der Zoll mit Gebühren zu.

Länderbezogen Sammeln – ja oder nein? Eine Entscheidungshilfe.

Freitag, 09. September 2011

Wer lose Figuren der Vintage Line sammelt, stößt wahrscheinlich auf eine bekannte Herausforderung: Die ein oder andere Figur komplettieren zu wollen.

Zu allem Schreck sind die Masters of the Universe in verschiedenen Ländern produziert worden. Ja, soll man nun länderbezogen sammeln bzw. komplettieren oder nicht?

Ein multinationaler Beast Man, ein bilateraler Trap Jaw oder doch lieber ein rein taiwanesischer He-Man? Ob es ein Makel ist oder nicht, dass man ‚internationale Figuren‘ in seiner Sammlung hat, muss letztlich jeder selber entscheiden. Es gibt Gründe die dafür und die dagegen sprechen:

Pro:

+ Erreichen einer Zustandsverbesserung der eigenen Sammlung.

+ Farbvarianten passen i.d.R. zusammen (aber auch nicht immer – siehe Bilder unten).

+ Die Sammlung wird ggfs. zu etwas Besonderem.

Contra:

– Zeitaufwendig und kostspielig, das entsprechende Zubehör aus dem passenden Land für die passende Figur zu finden.

– Nicht alle Figuren und Zubehörteile haben eine eindeutige Länderkennzeichnung. Die Herkunft kann deshalb nicht ohne weiteres mehr nachvollzogen werden.

– Es gibt Figuren aus Malaysia, bei denen das Zubehör laut Prägung aber in Taiwan hergestellt wurde. Auch einige spanische Figuren wie z.B. der Twistoid haben eine malaysische Prägung und keine spanische, da für die Herstellung die selben Formen benutzt wurden! Will man das heute noch alles nachvollziehen können, muss man MOC-Figuren sammeln und selber auspacken (Erfahrungsbericht von MOC-Sammlern).

 

 

Grayskull Con 2011

Montag, 05. September 2011

Wie gemeinhin bekannt, fand vergangenes Wochenende die zehnjährige Jubiläums-Convention statt. Grund genug für mich auch einmal dabei zu sein, obwohl ich sonst normalerweise einen größeren Bogen um solche Treffen mache.

Nun denn, engagierte Fans boten vielen neugierigen Fans ein umfassendes Programm! Respekt! Da steckte sichtbar viel Arbeit dahinter. Wenngleich es die ‚größte‘ Con aller Zeiten war, so wirkte das Gelände der Waldschule in Bad Soden-Salmünster recht ‚leer‘. Gelegentlich konnte man den Eindruck gewinnen, dass überhaupt nicht viel los war…

Sollbruchstellen?! Oder: Nicht Schwarzsehen beim Weißbruch…

Samstag, 03. September 2011

Auch das kennen sicherlich viele: Unser Lieblingsspielzeug zeigt an bestimmten Stellen weiße Verfärbungen. Dieses Phänomen wird Weißbruch genannt und tritt sehr häufig bei eingefärbten Kunststoffen auf; also bei solchen, aus denen unsere Helden gefertigt sind.

Für die Entstehung von Weißbruch (auch stress whiting oder crazing) gibt es unterschiedliche aber wohl miteinander zusammenhängende Erklärungsmodelle:

1. Normalerweise ist der Kunststoff in seiner Ausgangsform milchig weiß. Während das Färbens verteilen sich die Farbpigmente gleichmäßig im Material. Vergrößert man anschließend an einer Stelle die Oberfläche (durch mechanischen Beeinflussung, z.B. Biegen), verringert sich an dieser Stelle die Anzahl der Farbpigmente, wodurch der Kunststoff sein ‚ursprüngliches‘ Weiß zeigt.

2. Weißbruch entsteht durch das Verstrecken des Plastiks (z.B. durch Biegen). Dadurch kommt es zur Mikrorissbildung im Kunststoff und zu einzelnen extrem ‚überstreckten‘ Molekülsträngen, die als weiße Verfärbung sichtbar werden.

3. Weißbruch entsteht als Folge der Kavitation (Aushöhlung) der im Kunststoff vorhandenen Kautschukteilchen. Das bedeutet, dass durch mechanische Beanspruchung der Spielzeuge, der Kautschuk im Kunststoff in mikroskopisch kleinen Teilen langsam deformiert wird.

Was tun? – Persönliche Empfehlung

Weißbruch ist zunächst einmal keine Katastrophe, wenngleich er nicht schön anzusehen ist. Denn in der Regel sind die Spielzeuge trotz Weißbruch immer noch recht stabil bzw. intakt. Nichts desto trotz bedeutet er eine Vorschädigung des Materials. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Die Weißbruchstellen zu entfernen (so wie man austretenden Weichmacher entfernen kann) ist leider nicht möglich. Es gilt, pfleglich mit den Stücken zu sein und das heißt: a. wenig bis keine mechanische Beanspruchung und b. Hin und wieder Einsatz von Pflegemitteln (z.B. Universalöl von Ballistol).