Archiv für die Kategorie ‘Sammler-Know-How’

Satz mit x, war wohl nix!

Dienstag, 13. November 2012

Im Frühjahr 2012 habe ich versuchsweise Figuren mit H2O2 geblichen. Nach der anfänglichen Euphorie, hat sich nun doch die Ernüchterung breit gemacht. Nach ca. acht Monaten Lagerung im Dunkeln (in der Bastelkiste), fiel mir Prince Gilb zufällig wieder in die Hände. Zu meiner großen Überraschung ist er verfärbter denn je! War er zu Beginn nur um die Brust herum vergilbt, so ist nun der ganze Oberkörper gelb geworden. Vorläufig gilt also: Experiment gescheitert?!

 

Scubattack-Motor reparieren

Samstag, 06. Oktober 2012

Wie im Beitrag zuvor angemerkt, funktionierte der Scubattack-Motor leider nicht mehr – trotz seiner MISB-Konservierung. Man kann versuchen, den Motor zu reparieren, was aber nicht einfach ist. Ich habe es dennoch gewagt. Die größte Schwierigkeit besteht m. E. darin, dass man das Motorengehäuse beim Öffnen (oder besser: Aufbrechen) nicht beschädigt, da die beiden Plastikhälften miteinander verklebt sind. Es grenzt aus meiner Sicht an Glück, wenn man es unbeschädigt hinkriegt.

Ist das Ding aber erstmal auf, dann sieht die Sache schon einmal anders aus. Nach meiner Erfahrung liegt die Ursache für die Fehlfunktion im fehlenden Metallkontakt zum Motor (siehe Kreis). Ich habe die Stelle gelötet und dann die beiden Hälften wieder miteinander verklebt (Sekundenkleber für Plastik).

Motoren aus losen, d.h. gebrauchten Scubattacks waren sehr wahrscheinlich in ihrer ‚Kindheit‘ im Wasser. Da der Scubattack nur bedingt wasserdicht ist, ist der Motor über die Jahre korrodiert, was in den meisten Fällen Funktionsversagen bedeutet. Man kann möglicherweise durch ein heißes Essigbad den Rost lösen, um so den Motor wieder ans Laufen zu kriegen.

Bleichen vergilbter Figuren

Sonntag, 04. März 2012

Inspiriert von Experimenten in einschlägigen Internetforen, vergilbte Blister bzw. Figuren zu bleichen, habe auch ich mich einmal daran versucht. Zwei verranzte Gesellen aus der MotU-Bastelkiste mussten dafür herhalten: ein malaysischer Prince Adam und ein Snout Spout unbekannter Herkunft.

Die große Hoffnung: Der Gilb verschwindet und die Figuren nehmen keinen sichtbaren Schaden (Ausbleichen anderer Körperteile, Farbabplatzungen usw.). Das Ergebnis: Beeindruckend! Die Vergilbungen sind weg und die Figuren immer noch heil!

Jetzt kann’s mit dem Bleichen der wertvolleren Figuren losgehen …

Die Vorgehensweise: Nachmachen auf eigene Gefahr!

1. Wasserstoffperoxid aus der Apotheke besorgen – am besten 6%-iges. Ich habe gleich 1 Liter gekauft.

2. Das Wasserstoffperoxid in ein transparentes Glasgefäß füllen. Achtung: Wer ganz sicher gehen will, achtet auf Sicherheit – d.h. Handschuhe und Schutzbrille anziehen. Das Zeug ist prinzipiell reizend für Augen und Haut.

3. Das Ganze dem UV-Licht aussetzen. Normales Tageslicht reicht (Fensterbank), egal ob die Sonne scheint oder nicht.

4. Warten, warten, warten … Achtung: Beim Bleichen bzw. unter UV-Einwirkung entsteht Sauerstoff. D.h. im Ergebnis den Behälter regelmäßig ‚lüften‘ (täglich) oder erst gar nicht verschließen!

Ein Wermutstropfen gibt es allerdings:  1 Liter H2O2 (6%) kostet in der Apotheke ca. € 15.

Made in Malaysia?! Oder: Die Härte mit den Weichmachern.

Freitag, 13. Januar 2012

Soviel ist bekannt: Das Varianten-Sammeln verdankt sich hauptsächlich den verschiedenen Produktionsjahren und den Produktionsstätten in unterschiedlichen Ländern: Taiwan, Malaysia, Hong Kong, Frankreich, Spanien, USA und Mexiko.

Zudem gibt es Varianten auch aufgrund der Lizenzvergabe von Mattel an verschiedene Firmen in bestimmten Ländern: Argentinien (Top Toys), Brasilien (Estrella), Mexiko (Los Amos), Indien (Leo Toys) und USA (Wonder Bread).

Je nach Land bzw. Lizenz haben manche Figuren, Kreaturen etc. unterschiedliche äußere Qualitäten, auf welche besonders Varianten-Sammler wert legen (z.B. was die Paintings betrifft). Doch unterscheiden sich die Figuren auch ihren inneren Qualitäten nach. Und deswegen ist dieses Thema ebenso für den Nicht-Varianten-Sammler ein wichtiges Thema.

Die inneren Qualitäten sind besonders von der Frage nach Weichmachern betroffen. Fleckende, schwitzende bzw. klebende Figuren an Kopf oder Beinen geraten dabei in den Fokus der Aufmerksamkeit und sind für Sammler keine Seltenheit. In den einschlägigen Internet-Foren gelten die Figuren aus Malaysia als die Schwitz-Kandidaten schlechthin – was in der Mehrheit auch so zutreffen dürfte. Malaysische Figuren haben überdies von allen die schwächsten Beingummis.

Aber der Reihe nach.

Fakt 1: Alle Figuren können Weichermacher-Probleme haben!

Nicht nur die malaysischen Figuren, sondern auch Figuren aus allen Herstellungsländern können mit austretendem Weichmacher zu kämpfen haben – so gesehen z.B. bei Taiwan und Mexiko. Das liegt vermutlich in der Natur der Sache: Kunststoffe enthalten i.d.R. nun einmal Weichmacherzusätze (sog. Phthalate), die im Laufe ihrer Alterung ihre molukulare Verbindungen mit dem Plastik aufgeben. D.h. im Ergebnis: Schwitzende Arme, Beine und Köpfe. Sicherlich entscheidet auch die Lagerung (Temparatur, UV-Licht, Feuchtigkeit usw.) darüber, wie lange eine Figur ihren ursprünglichen Zustand beibehält.

Fakt 2: Figuren aus Malaysia zeigen die typischen Weichermacher-Verfleckungen!

Als ziemlich sicher dürfte es gelten, dass ausschließlich die Figuren aus Malaysia unter ‚Fleckenfieber‘ leiden. Erstaunlicherweise sind dabei immer nur die Arme und Beine und manchmal auch der Kopf betroffen. Der Rumpf und die Zubehörteile bleiben i.d.R. unversehrt. Wahrscheinlich liegt das daran, dass für die unterschiedlichen Körper- und Zubehörteile auch unterschiedliche Kunststoffmischungen verwendet wurden, um verschiedene ‚Härtegrade‘ zu erzielen. Die unterschiedlichen Kunststoffarten an ein und der selben Figur sind manchmal bereits mit bloßem Auge sichtbar. Nicht zuletzt lassen sie sich aber auch ertasten.

Einschränkend muss hier gesagt werden, dass nicht alle Figuren eine eindeutige Länderkennzeichnung haben. Jedoch stammen verfleckte Figuren aller Wahrscheinlichkeit nach aus Malaysia. Ein Hinweis über die Herkunft solcher Figuren gibt manchmal das Zubehörteil: Wenn die Länderkennzeichnung der Waffe ‚Malaysia‘ trägt und man sicher ist, dass die Waffe genau zu dieser einen Figur gehört, dann stammt höchstwahrscheinlich die gesamte Figur aus Malaysia.

Fakt 3: Schwitzende Figuren bekommt man ‚trocken‘!

Schwitzende Arme und Beine sind kein Schicksal! Man kann und sollte sie behandeln! Sehr gute Erfahrungen mache ich seit geraumer Zeit mit dem Universalöl von Ballistol.

Allerdings gibt es auch hier wieder einen Haken: Figuren, die nach außen hin schwitzen, schwitzen mit ziemlicher Sicherheit auch nach innen (z.B. Köpfe, Schultergelenke der Arme). Einen schwitzenden Arm kann ich von seinem Schultergelenk abziehen und behandeln. Aber einen schwitzenden Kopf im Inneren mit Pflegemitteln zu bearbeiten, dürfte ein ziemliches Ding der Unmöglichkeit sein, wenn ich ihn nicht vom Rumpf abziehen und nicht Gefahr laufen will, ihn zu beschädigen. Die Zeit wird zeigen, ob die rein äußerliche Anwendung hier genügt oder ob der Kopf über die Jahre von innen nach außen ‚durchgammeln‘ wird.

Mit klassischen Silikonsprays – wie es in manchen Foren angepriesen wird – habe ich keine Erfahrungen; ebenso wenig mit säurehaltigen Mitteln (Essig- oder Citrusreiniger). Da wäre ich eher vorsichtig.

Fakt 4: Flecken können nicht entfernt werden!

Eine einmal verfleckte Figur trägt ihr ‚Tatoo‘ wahrscheinlich ein Leben lang. Die Verfärbung ist Bestandteil des Materials geworden und kann deswegen nicht entfernt werden. Und inwieweit die Behandlung mit Kunststoff-Pflegemitteln, Balistol oder anderen Mitteln einer Verfleckung vorbeugen kann, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt wohl auch noch nicht klar.

Das sind in diesem Zusammenhang wohl die beiden schlechten Nachrichten. Aber es gibt vielleicht auch zwei gute – nämlich in Form zweier Vermutungen bzw. Hypothesen.

Hypothese 1: Manche Figuren aus Malaysia sind gegen ‚Fleckenfieber‘ besonders widerstandsfähig als andere!

Warum das so ist, weiß vielleicht nur der Geist von Castle Grayskull. Jedenfalls: Im Umkehrschluss könnte das auch bedeuten, dass möglicherweise manche Figuren in besonderer Weise betroffen sind. Hier eine vorläufige Auflistung.

Vermutlich gegen ‚Fleckenfieber‘ besonders widerstandsfähige Figuren aus Malaysia:

:: Mer Man

:: Webstor

:: King Hiss

:: Trap Jaw

:: Beast Man

:: …

Hypothese 2: Fleckende Figuren stammen aus einem bestimmtem Herstellungsjahr!

Aus welchem Jahr, bleibt dabei ungewiss. Jedenfalls scheint nur so erklärbar zu sein – neben der Art und Weise der Lagerung – , warum der eine He-Man aus Malaysia ‚fleckt‘ und der andere eben nicht. Das gleiche gilt natürlich auf für alle anderen Charaktere.

Wenn man optimistisch sein möchte, dann haben sich vielleicht alle ‚Fleck-Kandidaten‘ bereits offenbart. D.h. dass malaysische Figuren, die bis jetzt keine Verfleckungen aufweisen, auch in Zukunft nicht zu flecken beginnen. Letztlich wird die Zeit hier für Klärung sorgen. Oder auch nicht: „Die Zeit ist es. Unerforschlich verschließt sie vor uns, was uns lieb ist.“

 

Freud und Leid mit den Commemorative-MOCs

Sonntag, 27. November 2011

Vintage-MOCs: Es war einmal…

Dass MOC-Figuren der Vintage-Toyline sich in unterschiedlichen Allgemeinzuständen befinden ist einleuchtend: Die Figuren kamen Anfang der Neunziger aus der Mode, viele lagen wenig beachtet in den Regalen herum, wurden hin und her geschubst, gammelten schließlich irgendwo vor sich her (wo sie nicht unbedingt pfleglich behandelt wurden) bis sie schließlich wieder auf den Sammlermarkt drängten. Der Rest ist Sammlergeschichte.

Commemorative-MOCs: Von Schlampen und Schmuddel-
kindern

Dass es aber in der Commemorative-Serie (welche sich damals ausschließlich an erwachsene Sammler richtete!!!) so unglaublich viele schlecht erhaltene MOC-Figuren gibt, ist wirklich unglaublich und beim besten Willen nicht mehr nachzuvollziehen! Unter uns ‚großen Kindern‘ muss es offensichtlich echte Schlampen geben: Verdreckte, eingestaubte, nach Rauch stinkende, mit eingetrockneten Lebensmitteln überzogene, zerrissene und verbeulte, vergilbte und verblasste Figuren… All das ist mir in meinem Sammlerleben schon einmal untergekommen!

Okay, machen wir uns nichts vor. Die Serie ist nun auch schon über zehn Jahre alt. Dass unter den Figuren viele ihre Besitzer bereits gewechselt haben, ist offensichtlich (Sammlungsauflösung). Auch die Commemoratives sind nach dieser Zeit nicht ohne Gebrauchsspuren davongekommen. Aber ist das denn eine Entschuldigung dafür, dass man die Figuren wie das letzte Paar Socken behandeln muss?!

Showcase or not?

Die Commemoratives wurden damals bekanntlich in einer schwarzen Umverpackung geliefert. Für viele ist diese Umverpackung fakultativ. Ich hingegen betrachte sie als absolut essentiell! Ohne diese Umverpackung ist die Commemorative-MOC-Figur eben nur eine halbe Commemorative-MOC-Figur. Die Umverpackung erfüllt die Funktion eines Showcase, und die Serie wurde damals bewusst als eine Showcase-Line produziert! Ohne Showcase fehlt eben etwas. Aus Perspektive des Sammlers macht ein Two-Pack, ein Five-Pack oder gar das kongeniale Ten-Pack überhaupt keinen Sinn, wenn es nur um die Einzelfiguren bzw. die Einzelcharaktere ginge. Diese sind nämlich theoretisch auch ohne Showcase zu haben (einfach öffnen und herausnehmen), unabhängig von der Stückelung der Packs.

Und schließlich: Ohne Umverpackung gerät man mit der Limitierung aus den Fugen: Ein auf 15.000 Stück limitierter einzelner He-Man ist eben doch mehrfach vorhanden, wenn man ihn zusätzlich aus dem Five-Pack und dem Ten-Pack befreit …

„Vertan, vertan“, sprach der Hahn…

…und stieg von der Ente!

Worauf muss man nun sein Augenmerk richten, wenn man sich die Commemorative Serie (wieder) zulegen möchte. Die nachfolgende Bilderserie soll helfen. Das Wichtigste ist: Fragen stellen! Von Verkäufern bzw. Händlern, die einen wegen den Fragen als pingelig oder als Pendant ‚beschimpfen‘, sollte man sich tunlichst fernhalten. Echte und faire Sammlerkollegen wissen, worauf es ankommt (abgesehen von den Schmuddelkindern unter ihnen).

 

Pfützenbildung!

Montag, 07. November 2011

Was musste ich da kürzlich sehen? Pfützenbildung in meinem Vintage Weapons Pak MOC! Eigentlich sammle ich nicht (mehr) originalverpackt. Und jetzt weiß ich auch wieder warum!

Habe das Pak seinerzeit sehr günstig aus Bella Italia erstanden (€12,50 incl. Versand!) und bislang noch nicht geöffnet. Ob es schon damals ’schwitzte‘, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Jedenfalls war es die ideale Gelegenheit, um endlich an ein komplettes loses Weapons Pak heranzukommen – nach dem Motto: Selber auspacken anstatt teuer auf ebay zusammenzusuchen.

In diesem Falle ist einmal nicht ‚Malaysia‘ der übliche Verdächtige, sondern ‚Taiwan‘. Meiner Meinung nach sind die Vintage-MOCs tickende Zeitbomben. Ein bissl Schadenfreude ist ja schon dabei, wenn in fünf bis zehn Jahren die Panikverkäufe der ganzen MOC-Sammler im Gange sind, weil ihre teuer erstandenen Püppchen in den Blistern schlussendlich zu gammeln begonnen haben. Hoffe nur, dass die Commemoratives länger durchhalten, sonst gehöre ich auch dazu ;-).

Acrylcase-Aufkleber blasenfrei anbringen!

Montag, 10. Oktober 2011

Jeder, der mit den Acrylcases von vintagetoys.de arbeitet, kennt das Problem: Wie bringt man den Hintergrund-Aufkleber so an, dass er später keine Blasen hat bzw. Falten wirft? Ohne ‚Know-How‘ geht die Sache in aller Regel schief. Um an dieser Stelle erfolgreich zu sein, sollten folgende Schritte beachtet werden:

1. Wir brauchen zunächst ein paar Hilfsmittel, als da wären: ein sog. Rakel (am besten mit Filzleiste) und eine Sprühflasche mit etwas Spülmittel.

2. Die Fläche, auf die der Aufkleber später haften soll, muss sauber und fettfrei sein.

3. Die zu beklebende Fläche anschließend großzügig mit dem Spüliwasser einsprühen.

4. Den Aufkleber vorsichtig von dem Haftpapier lösen und mit der oberen Kante bündig auf das Case setzen. Durch das Wasser ’schwimmt‘ der Aufkleber auf dem Case und lässt sich auf diese Weise ganz einfach ausrichten.

5. Das Wasser am oberen Ende mit dem Rakel ausstreichen. So wird der Aufkleber auf der Acrylfläche fixiert. Achtung: Beim Ausstreichen darauf achten, dass der Aufkleber nicht wieder verrutscht!

6. Nun das restliche Wasser unter Zuhilfenahme des Rakels langsam ausstreichen, um so den kompletten Aufkleber anzubringen.

7. Der Aufkleber hat in aller Regel Kleberreste an seinen Seiten. Diese wird man beim Ausstreichen des Wasser auf dem Aufkleber verteilen. Die klebrigen Schlieren, die dabei entstehen, kann man gefahrlos mit etwas Reinigungsbenzin entfernen.

Anschließend alles trocknen! Fertig! Herzlichen Glückwunsch!

 

Verbogene Waffen bzw. Zubehör richten

Sonntag, 25. September 2011

Die Anleitung auf he-man.us zum Anlass nehmend, habe ich mich heute selbst einmal daran gewagt, das ein oder andere verbogene Zubehör zu begradigen. Das Ergebnis ist zufriedenstellend und ziemlich einfach zu erreichen.

1. Wasser im Topf zum Kochen bringen.

2. Waffe mit einem Spaghetti-Greifer ins Wasser tauchen. Die Waffe im Greifer lassen! Nicht auf den Topfboden geraten lassen, sonst schmilzt das schöne Stück.

3. Nach einer halben bis anderthalben Minute wieder aus dem Wasser nehmen. Das Objekt ist nun heiß und etwas ‚wabbelig‘. In diesem Zustand nun von Hand begradigen und auskühlen lassen. Fertig!

Anmerkung:

Auf he-man.us ist die Rede davon, dass die Waffen sich von selbst in ihre Ursprungsposition zurückbiegen. Ich konnte derlei nicht beobachten und musste selbst Hand anlegen.

Länderbezogen Sammeln – ja oder nein? Eine Entscheidungshilfe.

Freitag, 09. September 2011

Wer lose Figuren der Vintage Line sammelt, stößt wahrscheinlich auf eine bekannte Herausforderung: Die ein oder andere Figur komplettieren zu wollen.

Zu allem Schreck sind die Masters of the Universe in verschiedenen Ländern produziert worden. Ja, soll man nun länderbezogen sammeln bzw. komplettieren oder nicht?

Ein multinationaler Beast Man, ein bilateraler Trap Jaw oder doch lieber ein rein taiwanesischer He-Man? Ob es ein Makel ist oder nicht, dass man ‚internationale Figuren‘ in seiner Sammlung hat, muss letztlich jeder selber entscheiden. Es gibt Gründe die dafür und die dagegen sprechen:

Pro:

+ Erreichen einer Zustandsverbesserung der eigenen Sammlung.

+ Farbvarianten passen i.d.R. zusammen (aber auch nicht immer – siehe Bilder unten).

+ Die Sammlung wird ggfs. zu etwas Besonderem.

Contra:

– Zeitaufwendig und kostspielig, das entsprechende Zubehör aus dem passenden Land für die passende Figur zu finden.

– Nicht alle Figuren und Zubehörteile haben eine eindeutige Länderkennzeichnung. Die Herkunft kann deshalb nicht ohne weiteres mehr nachvollzogen werden.

– Es gibt Figuren aus Malaysia, bei denen das Zubehör laut Prägung aber in Taiwan hergestellt wurde. Auch einige spanische Figuren wie z.B. der Twistoid haben eine malaysische Prägung und keine spanische, da für die Herstellung die selben Formen benutzt wurden! Will man das heute noch alles nachvollziehen können, muss man MOC-Figuren sammeln und selber auspacken (Erfahrungsbericht von MOC-Sammlern).

 

 

Sollbruchstellen?! Oder: Nicht Schwarzsehen beim Weißbruch…

Samstag, 03. September 2011

Auch das kennen sicherlich viele: Unser Lieblingsspielzeug zeigt an bestimmten Stellen weiße Verfärbungen. Dieses Phänomen wird Weißbruch genannt und tritt sehr häufig bei eingefärbten Kunststoffen auf; also bei solchen, aus denen unsere Helden gefertigt sind.

Für die Entstehung von Weißbruch (auch stress whiting oder crazing) gibt es unterschiedliche aber wohl miteinander zusammenhängende Erklärungsmodelle:

1. Normalerweise ist der Kunststoff in seiner Ausgangsform milchig weiß. Während das Färbens verteilen sich die Farbpigmente gleichmäßig im Material. Vergrößert man anschließend an einer Stelle die Oberfläche (durch mechanischen Beeinflussung, z.B. Biegen), verringert sich an dieser Stelle die Anzahl der Farbpigmente, wodurch der Kunststoff sein ‚ursprüngliches‘ Weiß zeigt.

2. Weißbruch entsteht durch das Verstrecken des Plastiks (z.B. durch Biegen). Dadurch kommt es zur Mikrorissbildung im Kunststoff und zu einzelnen extrem ‚überstreckten‘ Molekülsträngen, die als weiße Verfärbung sichtbar werden.

3. Weißbruch entsteht als Folge der Kavitation (Aushöhlung) der im Kunststoff vorhandenen Kautschukteilchen. Das bedeutet, dass durch mechanische Beanspruchung der Spielzeuge, der Kautschuk im Kunststoff in mikroskopisch kleinen Teilen langsam deformiert wird.

Was tun? – Persönliche Empfehlung

Weißbruch ist zunächst einmal keine Katastrophe, wenngleich er nicht schön anzusehen ist. Denn in der Regel sind die Spielzeuge trotz Weißbruch immer noch recht stabil bzw. intakt. Nichts desto trotz bedeutet er eine Vorschädigung des Materials. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Die Weißbruchstellen zu entfernen (so wie man austretenden Weichmacher entfernen kann) ist leider nicht möglich. Es gilt, pfleglich mit den Stücken zu sein und das heißt: a. wenig bis keine mechanische Beanspruchung und b. Hin und wieder Einsatz von Pflegemitteln (z.B. Universalöl von Ballistol).